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Testsiegel Zum Immobilienkredit Rechner

Unterschiedliche Immobilienkredit Angebote ganz einfach einholen
Mit dem Konditionsrechner berechnen Sie jetzt einfach und schnell die Zinsen für Ihren Immobilienkredit

 
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Anbieter sortiert nach Zinssatz

Effektiver Jahreszins/
Sollzins gebunden

Monatl. Rate/
Restschuld

Anbieter/Bank

1.

Interhyp
Baufinanzierung

Effektiver Jahreszins/Sollzins gebunden

0,70 %
0,70 %

Monatl. Rate/Restschuld

540,00 €
215.582,30 €

Repr. Bsp: Effektiver Jahreszins: 0,70%, Sollzins gebunden p.a.: 0,70%, Bearbeitungsgebühr: 0,00%, Nettodarlehensbetrag: 240.000 €, 60 Raten, besichert durch Grundpfandrecht, Kosten für Eintragung Grundschuld und Gebäudeversicherung nicht enthalten, Gesamtbetrag: 247.979,81 €, Darlehensgeber/-vermittler: Interhyp AG, Marcel-Breuer-Str. 18, 80807 München

Anbieter/Bank

2.

Dr. Klein
Baufinanzierung

Effektiver Jahreszins/Sollzins gebunden

0,76 %
0,71 %

Monatl. Rate/Restschuld

552,00 €
215.546,06 €

Repr. Bsp: Effektiver Jahreszins: 0,76%, Sollzins gebunden p.a.: 0,71%, Bearbeitungsgebühr: 0,00%, Nettodarlehensbetrag: 240.000 €, 60 Raten, besichert durch Grundpfandrecht, Kosten für Eintragung Grundschuld und Gebäudeversicherung nicht enthalten, Gesamtbetrag: 248.663,12 €, Darlehensgeber/-vermittler: Dr. Klein & Co. AG, Hansestr. 14, 23558 Lübeck

Anbieter/Bank

3.

Baufiline
Baufinanzierung

Effektiver Jahreszins/Sollzins gebunden

0,96 %
0,95 %

Monatl. Rate/Restschuld

592,00 €
215.424,74 €

Repr. Bsp: Effektiver Jahreszins: 0,96%, Sollzins gebunden p.a.: 0,95%, Bearbeitungsgebühr: 0,00%, Nettodarlehensbetrag: 240.000 €, 60 Raten, besichert durch Grundpfandrecht, Kosten für Eintragung Grundschuld und Gebäudeversicherung nicht enthalten, Gesamtbetrag: 250.940,02 €, Darlehensgeber/-vermittler: BaufiService GmbH, Stettiner Str. 7, 88250 Weingarten

Anbieter/Bank

4.

Deutsche Bank
Baufinanzierung

Effektiver Jahreszins/Sollzins gebunden

0,99 %
0,99 %

Monatl. Rate/Restschuld

598,00 €
215.406,47 €

Repr. Bsp: Effektiver Jahreszins: 0,99%, Sollzins gebunden p.a.: 0,99%, Bearbeitungsgebühr: 0,00%, Nettodarlehensbetrag: 240.000 €, 60 Raten, besichert durch Grundpfandrecht, Kosten für Eintragung Grundschuld und Gebäudeversicherung nicht enthalten, Gesamtbetrag: 251.281,46 €, Darlehensgeber/-vermittler: Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main und Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG, Theodor-Heuss-Allee 72, 60486 Frankfurt am Main

Anbieter/Bank

5.

ING-DiBa
Baufinanzierung

Effektiver Jahreszins/Sollzins gebunden

1,00 %
1,00 %

Monatl. Rate/Restschuld

600,00 €
215.400,38 €

Repr. Bsp: Effektiver Jahreszins: 1,00%, Sollzins gebunden p.a.: 1,00%, Bearbeitungsgebühr: 0,00%, Nettodarlehensbetrag: 240.000 €, 60 Raten, besichert durch Grundpfandrecht, Kosten für Eintragung Grundschuld und Gebäudeversicherung nicht enthalten, Gesamtbetrag: 251.395,26 €, Darlehensgeber/-vermittler: ING-DiBa AG, Theodor-Heuss-Allee 2, 60486 Frankfurt am Main

* Werte für gewählten Zeitraum. Bitte beachten Sie die detaillierten Preisinformationen gem §6 PAngV, die Sie über unseren Infobutton erhalten. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Der Weg zum optimalen Immobilienkredit

Unterschiedliche Kreditangebote ganz einfach einholen

Ein Immobilienkredit stellt zunächst die Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung durch Banken oder sonstigen Instituten dar. Kreditnehmer sind sowohl einzelne Personen als auch Lebensgemeinschaften. Diese verfolgen entweder das Ziel das Gebäude oder den Wohnraum selbst zu nutzen oder aber das Ziel die Immobilie als Kapitalanlage zu nutzen und durch Mieteinnahmen ein Zusatzeinkommen zu generieren.

Die Entscheidung für den optimalen Immobilienkredit stellt jeden zukünftigen Eigenheimbesitzer vor eine Herausforderung. Eine systematische und kriterienorientierte Entscheidung erfordert zunächst die Gegenüberstellung und Bewertung möglichst vieler unterschiedlicher Angebote eines Immobilienkredits. Der wichtigste Schritt bei dieser Analyse ist der Bauzins-Vergleich mehrerer Banken, Sparkassen, Bausparkassen, Direktbanken, Lebensversicherungen und Förderbanken. Vor der Verbreitung des Internets war es relativ mühselig und zeitintensiv alle Kreditangebote einzuholen. Auch die Kenntnisnahme, dass es neben der Hausbank ebenfalls alternative Hauskreditgeber gibt, war häufig nicht gegeben, da viele unabhängige und kleinere Institute kaum die Möglichkeiten hatten flächendeckende Werbung zu schalten und so auf sich aufmerksam zu machen.

Aktuelle Entwicklung der Immobilienkreditzinsen

Mittlerweile ist aber der Zins-Vergleich über unabhängige Finanzmakler online schnell machbar. Die direkte Anforderung eines Angebots bezüglich eines Immobilienkredits ist bei fast allen Anbietern mit wenigen Klicks ohne große Anstrengungen zu realisieren. Das Einholen einer möglichst großen Anzahl an Immobilienfinanzierungsangeboten der unterschiedlichsten Kreditformen stellt in der Regel den ersten wichtigen Schritt vor dem Abschluss des Immobilienkredits dar. Das heißt mögliche auf den ersten Blick vielleicht unattraktive Angebote nicht gleich zu verwerfen. Häufig entpuppen sich zunächst abschreckende Baukreditangebote im Nachhinein als interessante Alternativen.

Bewertungskriterien für die Auswahl des Immobilienkredits festlegen
Zu den wichtigsten Bewertungskriterien zählen:

  • der Nominalzinssatz
  • der Effektivzinssatz
  • die monatliche Zinsrate
  • die monatliche Tilgungsrate
  • die Darlehenshöhe
  • die Immobilienkredit-Form
  • die Laufzeit des Immobilienkredits
  • die Zinsbindungsfrist
  • die Restschuld nach Auslaufen des Hauskredits.

Die Laufzeit und die danach verbleibende Restschuld sollten bei jedem Angebot identisch sein. Ist dies nicht der Fall, so ist ein Vergleich nicht möglich. Weiterhin ist im Vorfeld darauf zu achten, dass jedes Angebot den Tilgungsplan des Immobilienkredits übersichtlich und eindeutig darstellt. Im gegenteiligen Fall handelt es sich um ein unseriöses Kreditangebot.

Ein weiterer Punkt, über die sich viele Kreditnehmer nicht genau im Klaren sind, ist die maximale monatlich noch zu tragende Kreditrate. Aus der Kreditrate resultiert im Übrigen die Darlehenssumme, die dem Kreditnehmer maximal zur Verfügung gestellt werden kann. Im Folgenden sollen wichtige Aspekte eines Immobilienkredits näher beleuchtet werden.

Bedeutung der einzelnen Zinssätze

Der Nominalzinssatz eines Immobilienkredits

Die meisten Immobilienkredit Anbieter werben offensiv mit Zinssätzen. Dabei tauchen Begriffe auf wie Hypothekenzins, Bauzins, Nominalzins oder Effektivzins, die aber nicht immer eindeutig verwendet werden und unterschiedliche Bedeutungen aufweisen können.

Als Hypothekenzins oder umgangssprachlich Bauzins wird in vielen Fällen der Gesamtzinssatz verstanden, der die Summe aus Nominalzinssatz und anfänglichem Tilgungssatz repräsentiert. Der Nominalzinssatz stellt den Zinssatz dar, der vom Kreditgeber für die Zurverfügungstellung des Kreditbetrages erhoben wird. Nimmt man beispielsweise einen Immobilienkredit über eine Darlehenshöhe von 150.000€ auf und vereinbart einen Nominalzinssatz von 5% pro Jahr, so muss man im ersten Jahr 7.500€ an Zinsen zahlen. Hat man zusätzlich eine anfängliche Tilgungsrate von 1% pro Jahr in den Kreditvertrag aufgenommen, zahlt man noch 1.500€ im ersten Jahr für die Tilgung ab. Die Restschuld verringert sich somit nach einem Jahr auf 148.500€. Die Restschuld bei einem Immobilienkredit gibt den Betrag an, den der Kreditnehmer noch an den Kreditgeber zurückzahlen muss. Geht man weiterhin von einem Annuitätendarlehen aus, so verringern sich in den folgenden Jahren die Zinszahlungen pro Jahr, wohingegen die Tilgungsraten pro Jahr kontinuierlich zunehmen.

Der Effektivzinssatz eines Immobilienkredits

Effektivzins berücksichtigt die Immobilienkredit Nebenkosten

Im Gegensatz zum Nominalzinssatz pro Jahr berücksichtigt der Effektivzinssatz weitere Nebenkosten, die im Zusammenhang mit dem Immobilienkredit auftauchen. Der Effektivzins pro Jahr besteht somit aus dem Nominalzinssatz plus Zinsaufschläge aufgrund vereinbarter Kreditkonditionen wie die Zinsbindungsfrist, Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren, Gebühren für das Recht auf Sondertilgungen und vieles mehr. Im Grunde wurde der Effektivzinssatz entwickelt um Kreditangebote mit gleichen Laufzeiten vergleichbar zu machen. Er wird über die in der Preisangabenverordnung (PAngV) vorgesehene Berechnungsformel berechnet. Praktisch ist diese Formel aber relativ kompliziert und es werden häufig Kreditnebenkosten einfach umdeklariert, so dass diese dann nicht mehr in die Berechnung des Effektivzinssatzes eingehen. Immobilienfinanzierungskosten, die gerne bei der Festlegung des effektiven Zinssatz unterschlagen werden, sind beispielsweise Kosten für die Grundstückswertschätzung, Aufwendungen für Bereitstellungszinsen, anfallende Gebühren für eine mögliche Tilgungs- oder Restschuldversicherung sowie Gebühren für Bürgschaften oder auch für die Kontoführung.

Eine beliebte Methode von Banken ist das Einstreichen monatlicher Zinsgewinne, indem die Kreditrate zwar am Monatsanfang bezahlt werden muss, die Tilgung der Restschuld aber erst am Monatsende erfolgt. Möchte man dies umgehen und vereinbart eine nachrangige Abzahlung des Immobilienkredits, so verteuert sich der Nominalzins des Hauskredites um bis zu 0,5 % pro Jahr. Bei der Entscheidungsfindung ist es sinnvoll, nicht nur auf möglichst niedrige Effektivzinsen zu schauen, sondern auch die oben genannten Kriterien zu berücksichtigen.

Sinnvolle monatliche Tilgungs- und Nominalzinsraten

Die Auswirkungen der Kreditraten auf die Laufzeit des Kredits

Als Immobilienkreditnehmer stellt man sich unweigerlich die Frage, wann der Immobilienkredit komplett zurückgezahlt ist. Die Laufzeit des Kreditvertrags orientiert sich im Falle eines Annuitätendarlehens an der Höhe der Tilgungs- und Zinsraten. Es liegt auf der Hand, dass eine Erhöhung der Tilgungsrate eine Verringerung der Laufzeit bewirkt. In Zeiten niedriger Bauzinsen sollte man daher einen höheren Tilgungssatz in seinen Kontrakt aufnehmen. In der Regel bieten die meisten Kreditgeber zunächst eine 1-prozentige Anfangstilgung pro Jahr an. Falls Sie sich aber eine höhere Tilgungsrate leisten können, sollten Sie auf jeden Fall eine Option zur Zwischentilgung vereinbaren.

Immobilienkredit Gestaltung am Beispiel

Nehmen wir beispielsweise an Sie leihen sich 150.000€ zu einem Nominalzinssatz von 5% und einer anfänglichen Tilgungsrate von 1%, dann beträgt die Laufzeit des Immobilienkredits fast 37 Jahre. Bei dieser Berechnung wird vorausgesetzt, dass der Nominalzinssatz über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Da man in der Praxis nur Fristen bis zu 30 Jahren erhalten kann, dürfte die Laufzeit sogar noch um einige Jahre ansteigen.

Vereinbart man hingegen unter den gleichen Bedingungen eine anfängliche Tilgung von 2% pro Jahr, so ergibt sich eine voraussichtliche Laufzeit von etwas mehr als 25 Jahre. Sie sehen also schon an diesem Beispiel, dass eine Erhöhung der Tilgungsrate um 1 Prozentpunkt bereits die Laufzeit des Kredits erheblich verringert. Insbesondere wenn das gegenwärtige Bauzinsniveau niedrig ist und nur sehr kurze Zinsbindungsfristen angeboten werden, empfiehlt sich eine Erhöhung des marktüblichen Tilgungssatzes. Selbst für den Fall, dass sich der Bauzins nach dem Zinsbindungszeitraum in ungeahnten Höhen befindet, ist dies kein Problem, da die Restschuld dementsprechend niedriger liegt. Wie schon erwähnt ist die Zinsbindungsfrist häufig ein wichtiges Immobilienkreditmerkmal. Damit meint man den Zeitraum für das der Nominalzins pro Jahr im Kreditvertrag festgelegt ist. Es gibt dazu Angebote von 5, 8, 10, 12, 15, 20, 25 bis zu 30 Jahre. Der Nominal- und Effektivzinssatz steigt dabei mit zunehmender Dauer an. Das heißt, dass der jeweilige Zinssatz bei einer 30-jährigen Zinsbindung natürlich höher liegt als bei einer mit 5 Jahren. Um die Höhe der monatlichen Kreditrate richtig bewerten zu können, kann auf folgende Formel zurückgegriffen werden:

Formel zur Berechnung der Monatsrate

Bei der Berechnung ist darauf zu achten den Nominalzinssatz und den Tilgungssatz als Prozentzahl einzusetzen. Bei einem Darlehensbetrag von 150.000€, einem Nominalzinssatz von 5% und einem Tilgungssatz von 1% ergibt sich somit eine monatliche Kreditrate von 750€.

Den maximal noch tragbaren Darlehensbetrag berechnen

Die ausgerechnete monatliche Rate gibt die Belastung an, die Sie als Kreditnehmer monatlich bezahlen können bzw. dann auch müssen. Um einschätzen zu können wie viele Euro Sie sich für die Tilgung und die Begleichung der Zinsen leisten können, ist es ratsam, schon Monate vor dem Vertragsabschluss ein Haushaltsbuch zu führen und die jeweiligen Einnahmen und Ausgaben tabellarisch gegenüberzustellen. Auf die Einnahmeseite gehören das monatliche Nettoeinkommen, mögliche monatliche Nettomieterträge sowie monatliche Kapitalerträge. Sondereinnahmen wie beispielsweise Kindergeld dürfen Sie nicht hinzuziehen, sondern sollten diese als stille Reserven betrachten.

Auf der Ausgabenseite stehen die Lebenshaltungskosten, Ver- und Entsorgungsgebühren zum Beispiel Gebühren für die Müllabfuhr, Abgaben für die Wasserversorgung oder ähnliche, Heizkosten, Aus- und Weiterbildungskosten, Ausgaben für das eigene Auto oder den Nahverkehr, Ausgaben für die Freizeitgestaltung und monatliche Beiträge für vorhandene Versicherungen, Bausparverträge oder private Zusatzversicherungen. Bei der Auflistung dürfen Sie nicht vergessen, alle jährlichen Einnahmen und Ausgaben jeweils auf den Monat umzurechnen. Außerdem müssen Sie alle Angaben realistisch aufführen. Im Zweifelsfall und zur Risikovorsorge sind bei den Einnahmen die niedrigsten Zahlen und bei den Ausgaben die höchsten Zahlen einzutragen. Beim Abziehen der Ausgaben von den Einnahmen erhalten sie den Betrag, den sie monatlich für einen Kredit zahlen können. Sollten sie hierbei kein positives Ergebnis erzielen ist von der Aufnahme abzuraten.

Um aus der monatlichen Kreditrate die maximale Darlehenssumme zu erhalten, müssen Sie nur die obige Formel zum Darlehensbetrag hin umstellen. Es ergibt sich:

Formel zur Berechnung des maximal tragbaren Darlehensbetrags

Annuitätendarlehen - Die gängigste Immobilienkredit Form

Berechnung der Annuität

Annuitätendarlehen als verbreitetste Form der Immobilienfinanzierung

Die häufigste Form eines Immobilienkredits, der in Deutschland zwischen einem Bauherrn oder Immobilienkäufer und einem Kreditinstitut zustande kommt, ist nach wie vor ein Annuitätendarlehen mit der Absicherung über eine Hypothek. Alternativ können aber auch Kombinationen mit Ratentilgungsdarlehen oder als Festdarlehen vereinbart werden. Das Annuitätendarlehen zeichnet sich durch jährlich konstante Raten aus Zins- und Tilgungsleistungen aus. Betragsmäßig richtet sich die Annuität nach dem Nominalzinssatz und dem anfänglichen Tilgungssatz und lässt sich wie folgt berechnen:

Formel zur Berechnung der Annuität

Die Intervalle der Zahlungen lassen sich als monatlich, viertel- oder halbjährlich festlegen. Die Besonderheit dieser Darlehensvariante ist die kontinuierliche Zusammensetzung der Annuität. Zwar bleibt die Annuität konstant, doch ändert sich jedes Jahr der Zinszahlungs- und Tilgungsanteil. Die Zinszahlungen nehmen dabei ab und der Tilgungsanteil nimmt zu. Wie genau die Anteile jeweils ausfallen ist immer dem Tilgungsplan zu entnehmen. Da der Bauherr mit jedem Jahr einen höheren Tilgungsanteil an die Bank zurückzahlt, verringert sich die Restschuld zum Ende der Laufzeit hin am stärksten.

Nachteilig am Annuitätendarlehen ist die sehr geringe Tilgung in den ersten Jahren der Laufzeit. Damit verbunden ist die Tatsache, dass der Kredit nach der Hälfte der Laufzeit nicht ansatzweise auch zur Hälfte getilgt ist. Im Vergleich zu den im Folgenden beschriebenen Darlehensformen fallen beim Annuitätendarlehen höhere Finanzierungskosten an, da in der Anfangszeit die hohe Restschuld wiederum hohe Zinszahlungen verursacht. Da bei einem Annuitätendarlehen die Einnahmen der Kreditgeber im Vergleich höher ausfallen, wird diese Variante am ehesten dem Kunden angeboten. Hypothekenbanken und Versicherungsgesellschaften bieten ausschließlich diese Baukreditform an.

Die Hypothek als Sicherungsmechanismus des Kreditgebers bei Vergabe eines Annuitätendarlehens

Der im klassischen Hypothekendarlehen vorkommende Begriff Hypothek bezeichnet die Absicherungsmaßnahme des Kreditgebers gegenüber einem möglichen Kreditausfall. Tritt der Fall ein, dass der Kreditnehmer seinen Immobilienkredit nicht mehr zurückzahlen kann, möchte die jeweilige Bank, Sparkasse oder Hypothekenbank zumindest einen Teil ihrer Forderungen wieder hereinholen.

Um sich abzusichern wird daher die Immobilie oder das Grundstück als Grundpfandrecht in das amtliche Grundbuch eingetragen. Als Varianten kommen die drei Grundpfandrechte Hypothek, Grundschuld oder Rentenschuld in Frage. Die Hypothek stellt eine gegenwärtige oder zukünftige Belastung zumeist eines Grundstücks oder Gebäudes dar aus denen der jeweilige Kreditgeber seine Forderungen bei einem Zahlungsausfall befriedigen kann. In diesem Fall muss also schon eine Forderung vorhanden sein. Die Grundschuld ist ebenfalls eine Belastung, die dem Begünstigten die Auszahlung einer Geldsumme oder Zinszahlungen aus der Verwertung des Grundstücks oder der Immobilie gewährleisten.

Ist eine Rentenschuld eingetragen, so werden dem Nutznießer Rentenzahlungen zugestanden. Rentenzahlungen sind im Grunde periodisch wiederkehrende in gleicher Höhe erfolgende Zahlungen. Die gesamte zu zahlende Rentenschuld ist dabei als Ablösungssumme im Grundbuch aufgeführt. Bei einem Ausfall der Zahlungsverpflichtungen wird der Kreditgeber das zugrunde gelegte Pfand sprich die Immobilie verwerten. Häufig geschieht dies über eine Zwangsvollstreckung. Bleiben nach der Tilgung der Schuld noch Werte übrig, so kommen die weiteren im Grundbuch eingetragenen Gläubiger in den Genuss einer Begleichung ihrer Forderungen. In den überwiegenden Fällen stehen die Kreditinstitute an erster Stelle und sind somit bestmöglich abgesichert. Es besteht aber die Möglichkeit, dass Sie mit ihrem Baukreditgeber nur einen niedrigeren Rang im Grundbuch vereinbaren. Dann müssen Sie aber einen Risikoaufschlag bei dem gewährten Effektivzinssatz des Immobilienkredits mit einkalkulieren.

Das Ratentilgungsdarlehen und das Festdarlehen als Alternativen zum Annuitätendarlehen

Entscheidet man sich stattdessen für ein Ratentilgungsdarlehen, so zahlt man konstant hohe Tilgungsraten. Aufgrund der abnehmenden Restschuld geht auch die Zinsbelastung zurück und die gesamte Kreditrate verringert sich von Jahr zu Jahr. Dabei kann sich die Tilgungsrate als feste Jahresleistung oder als Prozentsatz auf den ursprünglichen gesamten Kreditbetrag abgemacht werden. Zahlungen finden in der Regel monatlich oder vierteljährlich statt. Da sich bei einer Tilgungsrate von nur 1% pro Jahr die Laufzeit auf mehr als 100 Jahre verlängern würde, bis der gesamte Kreditbetrag abgezahlt ist, werden immer höhere Tilgungsraten vereinbart werden. Dies stellt gerade in der Anfangszeit eine starke finanzielle Belastung des Kreditnehmers dar. Man geht von der Annahme aus, dass das Einkommen einer Person im Regelfall mit zunehmendem Alter ansteigt. Aufgrund dessen zielt dieses Verfahren eher auf Bauherren und Hauskäufer mit hohem Monatseinkommen ab.

Eine weitere Möglichkeit seinen Kredit zurückzuzahlen ist das Festdarlehen. Dabei muss der Kreditnehmer nur Zinszahlungen leisten und verschiebt die Tilgung komplett an das Ende der Kreditlaufzeit. Zwar sind dadurch die monatlichen Raten geringer, da aber die Schuld nicht sinkt, liegen die Zinszahlungen über denen bei einem Annuitätendarlehen. Um die Rückzahlung des Kredits am Ende zu gewährleisten wird so ein Kreditvertrag fast immer in Kombination mit einer Lebensversicherung oder einem Bausparvertrag genehmigt. Der Kreditnehmer zahlt also so lange in diese Finanzanlagen ein bis er seinen Kredit in voller Höhe zurückzahlen kann. Es treten also keine direkten Tilgungszahlungen auf, aber es müssen trotzdem Einzahlungen in die genannten Kapitalanlagen getätigt werden.

Weitere Kreditformen, die am Markt angeboten werden, finden sich unter Hauskredite im Vergleich.

Der Immobilienkredit über das Internet

Vorteile einer Immobilienfinanzierung über das Internet

Angebot aus über 100 Banken finden

Neben den klassischen Anbietern wie die Hausbank um die Ecke haben sich mittlerweile auch Internet-Banken und Direkt-Banken etabliert, die ebenfalls Hypothekendarlehen anbieten. Aufgrund der niedrigen Kostenstruktur können diese neuen Baukreditgeber Effektivzinsen anbieten, die im Vergleich bis zu 0,5% niedriger ausfallen als bei Banken und Sparkassen. Geht man von einer Kreditsumme von 200.000€ aus, so lassen sich so bis zu 10.000€ in den ersten 10 Jahren einsparen. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch Internetkredite als Anschlussfinanzierungen, da meist nur ein einziges Darlehen erforderlich ist und der Beratungsbedarf wesentlich geringer ausfällt als beim ersten Immobilienkredit.

Die Vermittlung von Krediten über das Internet wird mittlerweile als interessantes Geschäftsfeld angesehen, was sich unter anderem daran zeigt, dass viele Online-Anbieter als Tochtergesellschaften von größeren schon etablierten Finanzinstituten betrieben werden. Neben diesen Gesellschaften gibt es auch reine Direktbanken, die Immobilienkredite ausschließlich über das Telefon oder das Internet vertreiben. Falls Sie sich für einen derartigen Anbieter entscheiden, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese über keinerlei Filialen verfügen. Weiterhin sind für den Bauzins-Vergleich auch die schon angesprochenen unabhängigen Internetmakler interessant. Diese sehen ihre Aufgabe darin die Kreditangebote verschiedener Anbieter zu vergleichen und den optimalen Immobilienkredit herauszufiltern. Außerdem ist die Abwicklung des Kreditantrags über diesen Weg wesentlich schneller und somit weniger kostenintensiv. Andererseits übernehmen diese zusätzlich die Prüfung des potentiellen Kreditnehmers und sondern die Bewerber aus, bei denen das Kreditrisiko zu hoch ist. Da die Kreditvermittler somit den Banken einige Aufgaben abnehmen, weisen diese über das Internet zustande gekommenen Kreditverträge günstigere Konditionen auf als die über die Haubanken.

Nachteile einer Immobilienfinanzierung über das Internet

Gegen die Vorteile einer Immobilienfinanzierung über das Internet lassen sich auch einige Nachteile anführen. In erster Linie fehlt der persönliche Kontakt zu einem Kundenberater wie bei einer herkömmlichen Bank und man hat wenig bis gar keine Erfahrung mit dem jeweiligen Anbieter. Außerdem ist nicht jedes Online-Angebot für jeden Bauherrn oder Immobilienkäufer gleichermaßen zweckmäßig. Es kann vorkommen, dass einzelne Anbieter beispielsweise Sondertilgungen entweder überhaupt nicht oder nur gegen einen entsprechenden Zinsaufschlag gewähren.

Bei einer Sondertilgung handelt es sich um eine zusätzliche Tilgung zu den schon bestehenden Tilgungsraten. Dieses Recht muss im Kreditvertrag vereinbart werden. Liegt ein Darlehen mit einer vereinbarten Zinsbindungsfrist vor, so ist in der Regel eine Sondertilgung meistens nicht möglich. Handelt es sich dagegen um ein variabel verzinstes Darlehen, so lässt sich unter Berücksichtigung einer 3-monatigen Kündigungsfrist eine komplette Tilgung durchführen. Haben Sie einen Kontrakt mit einer Bausparkasse abgeschlossen, so ist eine Sondertilgung jederzeit möglich. In der Regel ist eine Sondertilgung auf den Nominalbetrag oder auf die jeweilige Restschuld möglich. Bei Wahl der ersten Variante verringert sich die monatliche Kreditrate. Im Falle der 2. Wahl reduziert sich die Laufzeit des Kredits.

Weitere Zinsaufschläge fallen aufgrund der Einschätzung des Beleihungswerts an. Der Beleihungswert stellt ein Absicherungsinstrument für den Geldgeber dar. Dabei wird von Seiten des Baukreditgebers vor einer möglichen Kreditzusage der Kauf- oder Baupreis der Immobilie untersucht und dieser durch einen regionalen Abschlag nach unten korrigiert. Außerdem ergeben sich aufgrund der Branchenzugehörigkeit (Bank, Sparkasse, Bausparkasse, Versicherung usw.) unterschiedliche Beleihungswerte. Jede Bank setzt den "richtigen" Preis auf zwischen 45% - 80% der gesamten Investitionssumme an. Dies gilt natürlich nur für ein Haus mit Standardausstattung. Hypothekenbanken hingegen sehen den Preis bei 60% bis 80% der Kaufsumme. Im Gegensatz dazu rechnen Versicherungen für den Wert der Beleihung bei maximal 45% der Investitionssumme. Für Kredite bis zu einer Beleihungsgrenze von 70% und weniger muss ein Zinsaufschlag von 0,15 bis 0,2 Prozentpunkten miteinkalkuliert werden. Außerdem steigert sich der Nominalzinssatz falls die Kreditsumme unter 100.000€ liegt oder der anfängliche Tilgungssatz über 1% liegen soll.

Die Wahrscheinlichkeit einen Immobilienkredit online abzuschließen

Generell dezimiert sich die Wahrscheinlichkeit über das Internet eine für den Kreditnehmer günstige Lösung zu erhalten, wenn die finanzielle Ausgangssituation sehr komplex ist. Dazu zählen in erster Linie die Einkommens- und Vermögensverhältnisse und die Art der Immobilie. Objekte wie beispielsweise Ferienhäuser, Baudenkmäler oder Fertighäuser ohne Gütesiegel werden zum Teil von der Baufinanzierung ausgeschlossen. Auch weil diese Vorhaben in den Augen der Kreditanbieter komplizierter sind und somit ein höheres Risiko aufweisen. Ebenfalls kann sich eine Selbstständigkeit negativ auf eine mögliche Kreditzusage oder auf den Bauzins auswirken. Ein Beamtenverhältnis wird beispielsweise sicherer erachtet als eine selbstständige Tätigkeit, die gerade erst begonnen wurde. Weiterhin verzichtet der Hauskäufer oder Hausbauer bei einer Online-Finanzierung auf das Fachwissen eines Kreditberaters vor Ort. Andererseits hat man auch bei Immobilienkreditgebern im Internet immer die Möglichkeit über Hotlines oder E-Mail-Verkehr akute Fragen schnell zu klären.

Insgesamt lässt sich die Anfrage zu einem Immobilienkredit über das Internet als vorteilhaft einschätzen, da das Verfahren sehr viel Zeit und Geld einspart. Außerdem kann man im Gegensatz zu früher aufgrund der größeren Anzahl an Anbietern eher eine günstigere Alternative zu der klassischen Hausbank finden. Weitere wichtige Argumente für die Aufnahme einer Baufinanzierung über dieses neue Medium sind die in den meisten Fällen günstigeren Konditionen.