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Hauskredit - Angebotsvergleich & Ratgeber

Beim Kauf eines neuen Hauses wird häufig ein Hauskredit benötigt. Hierbei ist es egal, ob es ein Neubau ist oder man einfach nur den Hauskauf finanzieren möchte. Eine Hausfinanzierung bieten sehr viele Kreditinstitute auf dem Markt an. Bevor man eine solche Finanzierung plant, sollte man unbedingt einen vorherigen Vergleich der Anbieter starten, damit man das beste Preis-/Leistungsverhältnis herausfinden kann. Auf keinen Fall sollte man sich nur auf seine Hausbank verlassen, denn es kann unter Umständen sein, dass die Hausbank wesentlich ungünstigere Konditionen bietet als eine andere Direktbank.

Vergleich

Da ein Hauskredit über einen sehr langen Zeitraum, in der Regel zwischen 5 und 30 Jahre, angelegt ist, sind günstige Zinsen für eine Hausfinanzierung eine unabdingbare Voraussetzung. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, empfehlen wir einen kostenlosen und unverbindlichen Konditions-Vergleich von über 300 namhaften Banken durch Interhyp. Falls Sie sich erst über die verschiedenen Hauskredit-Varianten informieren möchten, finden Sie im Anschluss eine hilfreiche Zusammenstellung:

Das Festdarlehen als Hauskredit

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Bei einem Hauskreditvergleich assoziiert der Hauskäufer oder Hausbauer zumeist das klassische Festdarlehen oder synonym Festzinsdarlehen als Hauskredit. Dieses zeichnet sich durch einen festen Zinssatz über einen vorher festgelegten Zeitraum aus. Dabei kann eine Zinsbindung von zwischen 1 und 30 Jahren vereinbart worden sein. Die Kreditraten bleiben je nach Wahl entweder monatlich oder jährlich konstant. Bei der Wahl für die jährliche Alternative wird auch von Annuitäten (lat. von annus = Jahr) gesprochen. Nach Ende der Zinsbindungsfrist ist der Kredit meistens nicht komplett getilgt und es wird der Abschluss einer Anschlussfinanzierung notwendig.

Vorteilhaft bei diesem Hauskredit ist die Festlegung der Rate. Dadurch wird dem Kreditnehmer ein hohes Maß an Planungssicherheit garantiert. Damit verbunden ist zusätzlich eine Absicherung gegenüber auftretenden Zinssteigerungen, die während der Laufzeit des Kredits auftreten können. Insbesondere wenn der Immobilienkäufer über wenig Eigenkapital für die Finanzierung verfügt ist dieser Hauskredit die richtige Wahl. In Zeiten, in denen Geld bzw. Kredite günstig zu haben sind, ist eine Festschreibung auf den aktuellen Zinssatz günstig, da der Darlehensnehmer davon in anschließenden Hochzinsphasen profitiert. Außerdem besteht bei jeglicher Festschreibung die Möglichkeit nach 10 Jahren Laufzeit das Festzinsdarlehen ohne Angaben von Gründen zu kündigen. Dies trifft ebenfalls auf Zinsbindungsfristen von 15 bis 30 Jahren zu.

Als Nachteil stellt sich der Abschluss eines Festdarlehens heraus, wenn der jeweilige Kreditnehmer kurz- bis mittelfristig in den Genuss eines hohen Eigenkapitalzuwachses kommt. Mögliche Szenarien wären in diesem Zusammenhang beispielsweise Erbschaften oder unerwartete Bonuszahlungen. Ein weiterer Negativpunkt, der natürlich niemals ausgeschlossen werden kann, ist ein mittelfristiges Sinken der durchschnittlichen Bauzinsen.

Festdarlehen mit Ausstiegsoption

Mittlerweile existieren Angebote von Festdarlehen inklusive Ausstiegsoptionen. In diesem Zusammenhang nennen viele Immobilienkreditanbieter diese Kreditform gleichermaßen kündbare Festdarlehen oder synonym kündbare Festzinsdarlehen. Diese Form des Hauskredits beinhaltet ebenfalls festgesetzte Immobilienzinsen. Zusätzlich hat der künftige Hausbesitzer die Option den Vertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigungen und Strafzins aufzulösen. Interessant ist diese Option, wenn die Bauzinsen in der Zwischenzeit gesunken sind oder günstigere Baufinanzierungsmöglichkeiten angeboten werden. Diese Flexibilität hat natürlich ihren Preis. Abhängig vom Kreditanbieter wird auf das Darlehen ein Zinsaufschlag zwischen 0,2% und 0,45 % erhoben. Beispielsweise erhöht sich der Zinssatz bei Abschluss eines Hauskredits mit zehnjähriger Zinsbindung von 4% auf 4,4% falls eine Kündigungsmöglichkeit zusätzlich vereinbart wird.

Das Volltilgerdarlehen als besonderes Festdarlehen

Eine Sonderform des Festdarlehens ist das Volltilgerdarlehen. Diese Hausfinanzierung beinhaltet eine lange Zinsbindungsfrist und die vollständige Tilgung nach vereinbarter Kreditlaufzeit. Praktisch legt der Kreditnehmer den Zeitpunkt fest, zu dem die gesamte Schuld abgezahlt sein soll. Dadurch werden mögliche Anschlussfinanzierungen hinfällig.

Als Pluspunkt des Volltilgerdarlehens lässt sich die nicht notwendige Anschlussfinanzierung identifizieren. Daneben stellt sich das Wissen um den Zeitpunkt, zudem der Kredit komplett zurückgezahlt ist, als weiteres Proargument dar. Weiterhin wirken sich die kürzeren Kreditlaufzeiten, niedrigeren Kreditkosten und die in der Regel besseren Konditionen positiv auf die Kreditvergabe aus. Banken, Bausparkassen oder sonstige Immobilienkreditgeber können über kürzere Laufzeiten immer besserer und sicherer zu kalkulieren als im Falle von längeren Kreditbindungen.

Gegen ein Volltilgerdarlehen sprechen die im Vergleich zu anderen Hauskreditformen kurze Laufzeit, der übermäßige Tilgungsanteil und die insgesamt überdurchschnittlichen Monatsraten. Um diesen Hauskredit in Anspruch zu nehmen, muss der Antragssteller über eine vergleichsweise gute Bonität verfügen. Aufgrund der angesprochenen Voraussetzung kommen als Interessenten solvente Personen und/oder ältere Kreditnehmer in Frage, da diese bis zum Renteneintrittsalter einen kürzeren Abzahlungszeitraum einplanen müssen bzw. wollen.

Konstant-Darlehen

Hauskredit-Variante: Konstant-Darlehen

Unter den Begriff Konstant-Darlehen fallen Volltilgerdarlehen, die über einen langen Kreditzeitraum abgeschlossen werden und Zinsbindungsfristen von bis zu 30 Jahren aufweisen können. Aufgrund der Laufzeit verringern sich Monatsraten gegenüber den schon genannten Darlehensformen erheblich. Außerdem kombiniert diese Hauskredit-Variante ein Annuitätendarlehen sowie einen marktüblichen Bausparvertrag. Gewährt der Kreditgeber die benötigte Summe und zahlt diese aus, fließt ein Teil der monatlichen Kreditrate in die Tilgung der Hausfinanzierung und der restliche Anteil wird zur Ansparung eines Bausparvertrages verwendet. Ist das im Bausparvertrag vereinbarte Guthaben nach circa 10 bis 12 Jahren erreicht, wird dieses zur Tilgung der Hausfinanzierung genutzt. Durch die gleichbleibende monatliche Rate und die Konditionen stellt diese Form für Immobilienkreditnehmer die erste Wahl dar, wenn der Kreditsicherheit das größte Gewicht in der Entscheidung für eine Hausfinanzierung beigemessen wird.

Als Pro-Argumente sind die niedrigen und konstanten monatlichen Raten, eine nicht notwendige Anschlussfinanzierung sowie das entfallende Zinsrisiko zu nennen. Das Konstant-Darlehen ist daher insbesondere für Bauherren interessant.

Die Gegenseite kann dagegen anführen, dass das Konstant-Darlehen inflexibel ist und sich ein vorzeitiges Aussteigen häufig als überaus kompliziert herausstellt. Außerplanmäßige Geldzuflüsse können nur in Ausnahmefällen für die Tilgung des Kredits eingesetzt werden. Das Zinsniveau liegt im Gegensatz zu kürzeren Zinsbindungen höher. Weiterhin sind die Bearbeitungsgebühren und Abschlusskosten in der Regel höher.

Zielgruppe für ein Konstant-Darlehen sind junge Familien und Häuslebauer, die das zukünftige Eigenheim über niedrige Monatsraten finanzieren möchten. Außerdem natürlich sicherheitsorientierte Darlehensnehmer, die Wert auf langfristig, konstante Monatsraten legen.

8plus5 Darlehen - Hauskredit in 13 Jahren abbezahlen

Dieser Hauskredit ist auf 8 plus 5, also maximal 13 Jahre ausgelegt. Als Kreditgeber bzw. Kreditvermittler treten in den meisten Fällen Baugeldmakler in Erscheinung. Der Darlehensnehmer vereinbart zunächst die Zinskonditionen für einen zwölfjährigen Kredit, der als Bonus aber für 13 Jahre Zinssicherheit gewährt wird. Außerdem kann diese Variante nach 8 Jahren gekündigt werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit weitere 5 Jahre die gewählten Konditionen beizubehalten.

Vorteilhaft sind das zusätzlich gewährte Jahr Zinssicherheit, die Flexibilität nach 8 Jahre auszusteigen und die Sicherheit bei einem möglichen höheren Zinsniveau weitere 5 Jahre über die schon gewährten Bauzinsen finanzieren zu können.

Nachteilig ist die niedrige Anzahl an Anbietern für diesen speziellen Hauskredit. Dadurch gibt es wenig Konkurrenz in diesem Marktsegment und die Gefahr überteuerte Angebote zu erhalten ist hoch.

Diese Kreditform eignet sich für Personen, die kurzfristig auf Geldzuflüsse spekulieren und im Anschluss an die 8 Jahre ihre Kreditkonditionen verändern möchten. Wenn mittelfristig ein Umzug ansteht, ist die Wahl für ein 8plus5-Darlehen sinnvoll aufgrund der frühzeitigen Ausstiegsoption.

Über eine Vollfinanzierung eine Immobilie kaufen

Hauskredit ohne Eigenkapital

Mittlerweile lässt sich eine Immobilie zu 100% fremdfinanzieren. Es ist keine Notwendigkeit mehr über ausreichend Eigenkapital und einen Bausparvertrag zu verfügen um den Kauf oder Bau einer Immobilie finanzieren zu können. Auf das Ansparen dieser Sicherheiten verzichten gegenwärtig einige Immobilienkreditgeber. Ein Vorteil bei Abschluss einer Vollfinanzierung ist der rasche Beginn des Hausprojekts. Es wird keine Zeit mit dem Ansparen von Sicherheitsleistungen verbracht. Andererseits werden aufgrund des im Vergleich zu anderen Kreditformen erhöhten Risikos nur eine bestimmte Gruppe von Interessenten angesprochen. Diese Risikozunahme wird von dem jeweiligen Darlehensgeber durch einen Zinsaufschlag auf den jeweiligen Nominalzinssatz ausgeglichen. Durchschnittlich steigt dabei die Höhe des Nominalzinssatzes um ½ Prozentpunkt pro Jahr im Gegensatz zu Bewerbern, die die Hälfte der Kreditsumme selbst finanzieren können. Aufgrund der dadurch resultierenden höheren monatlichen Kreditraten muss der Interessent über eine überdurchschnittlich gute Bonität verfügen und mindestens 1.500€ netto pro Monat verdienen. Dabei dürfen zusätzliche Einnahmen, beispielsweise das Kindergeld, nicht eingerechnet werden. Da sich die Darlehenshöhe erhöht und somit die Restschuld nach einem Jahrzehnt wesentlich höher liegt als bei alternativen Kreditformen, sollte man eine möglichst lange Zinsbindungsfrist abschließen. Der letzte Schritt empfiehlt sich natürlich nur unter der Prämisse, dass das Marktzinsniveau relativ niedrig liegt. Zurzeit (2012) befinden sich die Bauzinsen in einem Zinstief. Außerdem ist es sinnvoll die Abzahlung des Darlehens mit möglichst hohen Tilgungsraten anzugehen. Eine Tilgungsrate von mindestens 2% pro Jahr ist hierbei sinnvoll.

Vorteilhaft bei einer Vollfinanzierung sind der unmittelbare Kauf der Immobilie, die möglicherweise niedrigen Immobilienpreise, die man sofort in Anspruch nehmen kann, und der Aufbau einer Absicherung für das Alter.

Gegen die Aufnahme einer Vollfinanzierung sprechen der höhere Preis für die Hausfinanzierung und die recht niedrige Anzahl an Anbietern in diesem Segment des Immobilienkreditmarkts. Der letztgenannte Punkt verweist darauf, dass gerade in diesem Bereich viele unseriöse Anbieter tummeln und jedes Angebot überaus gründlich unter die Lupe genommen werden muss.

Die Zielgruppe für eine Vollfinanzierung sind junge Menschen, die zwar über wenig bis gar kein Eigenkapital verfügen, aber bereits ein hohes Einkommen beziehen und schnell Eigenheimbesitzer werden wollen. Weiterhin werden Kapitalanleger angesprochen, die die Immobilie als Renditeobjekt nutzen wollen.

Starterhypothek U35: Hausfinanzierung für junge Menschen

Dieses Kreditangebot richtet sich namentlich an junge Menschen unter 35 Jahren. Dabei werden schon im Vorfeld die Probleme dieser Zielgruppe miteinkalkuliert. Darunter fallen beispielsweise eine unsichere Einkommenslage sowie häufige Arbeitsplatz- und Ortswechsel. Um diesen Umständen Rechnung zu tragen, zeichnet sich die Starterhypothek 35 durch eine erhöhte Mobilität aus. Ein Wohnortwechsel oder die Vergrößerung des Hauses kann durch den kostenfreien Darlehensübertrag auf eine andere Immobilie gelöst werden. Außerdem ist die Rückzahlung bei Verkauf des Objektes ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Dieser flexible Hauskredit gewährt dem Kreditnehmer die Möglichkeit die Zinsbelastung in den Anfangsjahren gering zu halten und die Tilgung kann sogar für die ersten 5 Jahre komplett ausgesetzt werden. Für diesen Zeitraum kann auch ein Abschlag auf den Zinssatz von bis zu 0,25% vereinbart werden. Dieser muss dann natürlich im späteren Verlauf durch Erhöhung der Belastung wieder aufgefangen werden. Positiv ist auch die Möglichkeit den Tilgungssatz bis zu 5-mal kostenlos ändern zu können. Individuelle finanzielle Probleme sind somit leichter handhabbar. Falls dieses Angebot mit einem Abschluss einer Risikolebensversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombiniert wird, kann sich der Bauzinssatz um jeweils 0,05% reduzieren. Neben den genannten Vorteilen erfordert die Starterhypothek U35 vom Darlehensnehmer das Einbringen von Eigenkapital, da die maximale Kredithöhe höchstens 80% der Kauf- oder Bausumme beträgt.

Familienhypotheken: Der Hauskredit für die Familie

Nachdem die Eigenheimzulage ausgelaufen ist, stellt sich die Situation als Familie einen Immobilienkredit zu bekommen wesentlich schwieriger dar. Um dieser Zielgruppe gerecht zu werden, werden mittlerweile von einigen Kreditanbietern Familienhypotheken angeboten. Diese sind im Grunde normale Annuitätendarlehen, bieten aber zusätzlich Zinsabschläge pro Kind von bis 0,25% pro Jahr auf einen Teil der Finanzierungssumme über die ersten 5 Jahre der Kreditlaufzeit. Nimmt eine dreiköpfige Familie ein Darlehen von 150.000€ auf, wird beispielsweise ein Zinsabschlag für das erste Kind auf 50.000€ gewährt. Die restlichen 100.000€ müssen dann zum marktüblichen Zinssatz finanziert werden. Aus dieser Zusammensetzung ergibt sich dann ein niedrigerer Gesamtzins. Gehören zu der Familie mehr als ein Kind, werden jeweils Abschläge auf die jeweilige Teilsumme gewährt. Das ergibt für 2 Kindern auf 100.000€ einen um 0,25% niedrigeren Nominalzinssatz und auf die restliche Summe den angebotenen normalen Zinssatz.

Vorteilhaft ist bei dieser Kreditform neben den schon beim Festdarlehen genannten Argumenten der Zinsvorteil. Als Nachteil lässt sich anführen, dass die Rabatte begrenzt sind und als Zielgruppe vornehmlich sicherheitsorientierte, selbstnutzende Familien angesprochen werden. Außerdem besteht die Gefahr sich durch die Zinsabschläge ködern zu lassen. Es kann vorkommen, dass alternative Angebote einen niedrigeren Effektivzinssatz aufweisen. Ein Vergleich der Hauskredite ist hierbei unumgänglich.

KfW-Hausfinanzierung

Neben Krediten für energetische Sanierungsmaßnahmen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusätzlich reine Hauskredite an. Dabei hat die KfW ein breites Portfolio an Hausfinanzierungen im Gepäck. Es gibt ein Wohneigentumsprogramm, ein Programm mit dem Fokus auf ökologisches Bauen, ein Programm zur Modernisierung des Wohnraums, ein CO2-Gebäudesanierungsprogramm sowie ein Programm zur Erzeugung von Solarstrom. Lohnenswert sind KfW-Kredite nicht nur beim Hausbau, sondern auch bei einzelnen Modernisierungsmaßnahmen. Seit 2007 gibt es beispielsweise stark verbesserte Konditionen im CO2-Sanierungsprogramm. Für einzelne Maßnahmen lassen sich mittlerweile direkte Zuschüsse beantragen. Zielgruppe für diese Hausfinanzierung sind Darlehensnehmer, die nur einen geringen Eigenkapitalanteil in die Finanzierung mit einbringen können.

Um von den einzelnen Programmen der KfW zu profitieren, muss dies dem jeweiligen Kreditberater vor Unterschrift unter den Kreditvertrag mitgeteilt werden. Die Beantragung bei der KfW übernimmt in der Regel das jeweilige Kreditinstitut, das Ihre Hausfinanzierung übernimmt. Auch bei einem Baugeldvermittler sollten Sie die Option zur Integration eines KfW-Darlehens mit ankreuzen. Es gilt zu beachten, dass nicht jeder Anbieter von Hausfinanzierungen die Option einer Ergänzung durch KfW-Kredite anbietet. Der Grund dafür liegt in den meisten Fällen im Mehraufwand bei der Abwicklung. Ein Baugeldvermittler kann Ihnen helfen ein Kreditinstitut mit KfW-Einbindung zu finden.

Der Pluspunkt, den ein KfW-Kredit bietet, ist in erster Linie der im Vergleich zu anderen Formen der Hausfinanzierung möglicherweise günstigere Preis. Außerdem wird unter Umständen der KfW-Anteil nicht in die Kreditsumme mit einberechnet und das erste Jahr des Immobilienkredits wird bei manchen Kreditanbietern tilgungsfrei gewährt.

Nachteilig wirkt sich bei dieser Art von Hausfinanzierung die nur bis maximal über 10 Jahre dauernde Zinsfestschreibung, der verzögerte Schuldenabbau, da das erste Jahr häufig tilgungsfrei ist, und die kurze bereitstellungszinsfreie Zeit aus. Durch das letztgenannte Argument kann es in Folge einer Bauverzögerung zu erheblichen Mehrkosten kommen.

Die Hausfinanzierung über Variable Darlehen bestreiten

Hausfinanzierung mit variablen Darlehen

Als variable Darlehen werden Hauskredite genannt, bei denen die Zinskonditionen variabel sind. Im Gegensatz zu Festdarlehen ist diese Form der Immobilienfinanzierung nicht mit einer Zinsbindungsfrist von mehreren Jahren versehen. Stattdessen ändert sich der Nominalzinssatz des Kredits alle 3 oder 6 Monate in Abhängigkeit vom aktuellen Bauzinsniveau. Vorteilhaft an Variablen Darlehen ist die Möglichkeit das Darlehen zu den jeweiligen Zinsanpassungsterminen zum Teil oder auch im Ganzen zu tilgen. In vielen Fällen müssen jedes Quartal nur die Zinszahlungen an den Kreditgeber vorgenommen werden. Somit ist ein Ausstieg aus einem variablen Darlehen jederzeit möglich. Die Tilgungszahlungen können in individueller Höhe zum Quartalsende getätigt werden. Aufgrund dieser flexiblen Gestaltung der Hausfinanzierung werden insbesondere Kreditnehmer angesprochen, die besonderen Wert auf eine flexible Tilgung des Immobilienkredits legen oder die in ihrem Beruf einen hohen Anteil variabler Vergütung haben. Bonuszahlungen können beispielsweise über diesen Kredit einfach und unkompliziert in die Tilgung einfließen. Außerdem eignet sich dieser Hauskredit gut als Zwischenfinanzierung. Verfügt der Kreditnehmer beispielsweise über eine Eigentumswohnung und möchte diese verkaufen, um sich schließlich ein eigenes Haus zu kaufen, lässt sich das Eigenheim zunächst über ein variables Darlehen finanzieren. Nach Verkauf der Wohnung kann das Hausdarlehen anschließend flexibel zurückgezahlt werden.

Um einschätzen zu können, wie hoch die Zinszahlungen bei einem variablen Darlehen sind, empfiehlt sich ein Blick auf den dreimonatigen oder sechsmonatigen EURIBOR. Der European Interbank Offered Rate gibt den Zinssatz an, zu dem sich die europäischen Banken untereinander Einlagen mit festgelegten Laufzeiten von 1 Woche sowie zwischen 1 und 12 Monate verzinsen. An diesen europäischen Leitzinssätzen orientieren sich die angebotenen Bauzinsen. Die Entwicklung dieses Grundlagenzinssatzes lässt sich im Internet oder in Tageszeitungen schnell nachvollziehen. Dadurch werden die Kreditkonditionen bei einem variablen Darlehen im Gegensatz zu früher sehr viel transparenter. In den meisten Fällen ergibt sich der jeweilige Kreditzins als EURIBOR plus einer festen Bearbeitungsgebühr von bis zu 1% sowie plus 1% an Gewinnmarge für die Bank. Der Kreditzins liegt also häufig um 2% höher als der EURIBOR. Durch die Veränderung der Leitzinssätze können Niedrigzinsphasen ausgenutzt werden und für den Darlehensnehmer besteht die Möglichkeit die Hausfinanzierung aktiv zu managen. Andererseits muss bei stark steigenden Zinsen genau kalkuliert und mehr Zeit als üblich in das Kreditmanagement investiert werden.

Positiv an variablen Darlehen ist die Option alle 3 bzw. 6 Monate den Kredit in flexibler Höhe tilgen zu können. Außerdem lässt sich direkt von Niedrigzinsphasen profitieren. Weiterhin ist die Kostenstruktur bei seriösen Anbietern transparent und nachvollziehbar. Bei einigen Varianten von variablen Darlehen besteht die Möglichkeit den Immobilienkredit in ein Festdarlehen umzuwandeln.

Negativ ist die verstärkte Aufmerksamkeit, die ein Kreditnehmer dem variablen Darlehen widmen muss. Die Kreditkosten können sich durch steigende Bauzinsen erheblich erhöhen und die Bearbeitungsgebühren fallen mit bis zu 1% bezogen auf die gesamte Kredithöhe relativ hoch aus.

Cap-Darlehen als Spezialform von variablen Darlehen

Auf der einen Seite sind Cap-Darlehen variable Darlehen mit den schon genannten Vorteilen, auf der anderen Seite gibt es zur Minimierung des Zinsrisikos eine Zinsobergrenze. Von dieser Zinsobergrenze, die mit Cap übersetzt werden kann, stammt der Name dieser Hauskreditvariante. Wurde beispielsweise eine maximale Zinsgrenze von 6% pro Jahr vereinbart und steigt der Bauzins auf über 6%, muss der Darlehensnehmer trotzdem maximal diesen Prozentsatz pro Jahr an Nominalzinsen zahlen. Der Kreditnehmer erhält mehr Planungssicherheit und gleichzeitig die Möglichkeit von niedrigen Zinssätzen direkt profitieren zu können. Natürlich ist diese Absicherung mit einem Mehraufwand verbunden. Baukreditgeber verlangen für diese Form der Hausfinanzierung in der Regel je nach Laufzeit einen Aufschlag von 1% bis 2,3% bezogen auf die Kreditsumme. Die Laufzeit der Zinsobergrenze lässt sich entweder für 5 oder gar für 10 Jahre vereinbaren. Mit dieser Immobilienfinanzierung werden in erster Linie Darlehensnehmer mit hoher Flexibilität bei gewünschten Sondertilgungsrechten sowie Kreditnehmer mit überdurchschnittlicher Bonität angesprochen. Für Darlehensnehmer, die eine Absicherung wünschen und dafür bereit sind dementsprechend mehr zu bezahlen, eignet sich dieser Hauskredit ebenfalls.

Die Argumente für die Wahl eines Cap-Darlehens sind der Schutz vor extrem hohen Kreditzinsen, die Flexibilität bei der Tilgung sowie die Möglichkeit von fallenden Hypothekenzinsen zu profitieren.

Gegen diese Form der Immobilienfinanzierung sprechen die zusätzlich anfallenden Gebühren und die Tatsache, dass die Zinsobergrenze erst dann greift, wenn die Zinssätze mehr als 2% über dem Einstandszinssatz liegen.

Die Immobilie mit Hilfe eines kombinierten Darlehens finanzieren

Ein kombiniertes Darlehen verbindet zwei unterschiedliche Formen der Hausfinanzierung. Dies ist zum Einen das Festdarlehen und zum Anderen das variable Darlehen. Benötigt der künftige Eigenheimbesitzer beispielsweise eine gesamte Darlehenssumme von 150.000€, besteht die Möglichkeit sich 75.000€ über ein Festdarlehen mit einer Zinsfestschreibung über 10 Jahre und die restlichen 75.000€ über ein variables Darlehen zu leihen. Im Gegensatz zu dem genannten Beispiel mit einer gleichmäßigen Verteilung lassen sich je nach Risikofreudigkeit ebenfalls andere Aufteilungen vereinbaren. Kombinierte Darlehen sprechen Darlehensnehmer an, die sowohl eine Zinssicherheit als auch eine Flexibilität bei der Rückzahlung einfordern.

Als Vorteil für ein kombiniertes Darlehen ist in erster Linie die Zinssicherheit bei gleichzeitiger Flexibilität zu nennen. Weiterhin lässt sich von den Einsparungsmöglichkeiten aufgrund der Sondertilgungsoption und von in der Zukunft sinkende Hypothekenzinsen profitieren.

Die Nachteile bei diesem Hauskredit sind die Verteuerung der Kreditrate für den variablen Darlehensanteil im Falle eines Bauzinsanstiegs und die Gefahr bei ausbleibenden Bonuszahlungen das variable Darlehen nicht mehr zurückzahlen zu können.

Fazit

Der Weg zum optimalen Hauskredit ist relativ lang und beschwerlich, da die Angebotspalette von unterschiedlichen Finanzierungsformen sehr breit und zum Teil undurchschaubar ist. Um den individuell richtigen Immobilienkredit zu finden, empfiehlt sich ein präziser und durchkalkulierter Hauskreditvergleich.

Fotos: © Franck Boston, © Alterfalter, © Markus Schieder, © jehafo - Fotolia