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Zusatzversicherungen für den Immobilienkredit

Abschluss einer Risikolebensversicherung zur Vermögensabsicherung

Stirbt der Bauherr und Hauptverdiener plötzlich, sieht sich die Familie einer großen finanziellen Gefahr ausgesetzt. Um sich gegen einen möglichen Totalverlust der Vermögensgegenstände, in diesem Fall das Eigenheim, abzusichern, kann der Abschluss einer Risikolebensversicherung oder Restschuldversicherung sinnvoll sein. Die Risikolebensversicherung soll gewährleisten, dass das Bauprojekt trotz des Todes des Bauherrn auch dann fertig gestellt wird. Nutznießer dieser Versicherungsform sind ausschließlich die Hinterbliebenen des Bauherrn. Im Unterschied zur kapitalbildenden Lebensversicherung erhöht sich die Versicherungssumme über die Zeit nicht. Zwar werden unter Umständen kleinere Überschüsse ausgezahlt, aber im Großen und Ganzen bleibt die Versicherungssumme konstant.

Sofern beide Ehepartner zu gleichen Anteilen an der Entstehung der Immobilie beteiligt sind, sollten jeweils Risikolebensversicherungen für beide Partner abgeschlossen werden. Dabei lassen sich 2 Optionen unterscheiden.

  • Jede Person schließt getrennt voneinander eine Versicherung ab.
  • Beide Partner schließen eine auf verbundene Leben ausgelegte Risikolebensversicherung ab.

Die letztgenannte Variante soll Familien schützen bei denen die Mutter eine besondere Rolle für die Kinderbetreuung und Haushaltsführung inne hat. Insbesondere bei Großfamilien ist dies der Fall.

Entscheiden Sie sich für eine Risikolebensversicherung, ist es ratsam über eine Nachversicherungsmöglichkeit nachzudenken. Diese ermöglicht es dem Versicherungsnehmer den Versicherungsschutz auf zusätzliche Bauwerke zu erweitern. Positiv bei einer Risikolebensversicherung ist die Ausnahme von der Erbschaftssteuer. Außerdem besteht die Möglichkeit diese Versicherung mit einer Zusatzversicherung wie beispielsweise einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer privaten Unfallversicherung zu kombinieren.

Eine Alternative zur Risikolebensversicherung - die Restschuldversicherung

Ebenso wie die Risikolebensversicherung dient die Restschuldversicherung dazu, die Familie des Bauherrn gegenüber dem plötzlichen Ableben des Familienernährers abzusichern. Der Unterschied zur Risikolebensversicherung besteht in der fallenden Todesfallsumme. Am Anfang des Abschlusses einer Restschuldversicherung ist die Versicherungssumme noch zu 100% erhalten. Mit jedem Monat nach Abschluss sinkt die Anfangssumme bis zum Ablaufdatum der Baufinanzierung auf 0% vom Anfangswert. Dadurch ergibt sich nach jedem Monat eine fallende Restschuld, die betragsmäßig die jeweilige Restschuld des Immobilienkredits repräsentiert. Tritt der Versicherungsfall ein, so kann der Hauskredit komplett getilgt werden. Somit wird die Familie vor dem Verlust des neugebauten Eigenheims geschützt.

Als Zeitpunkte zur Bezahlung der Prämien kommen beispielsweise der Beginn des Vertrages mit einer einmaligen Komplettzahlung oder monatliche Raten über die gesamte Laufzeit in Betracht. Der Immobilienkredit kann somit zum Laufzeitende hin getilgt werden. Bei dieser Form der Restschuldversicherung sind die Kosten niedriger als bei einer reinen Risikolebensversicherung. Nachteilig wirken sich die hohen Auszahlungen aus, die im Falle des Todes des Bauherrn keinen finanziellen Spielraum mehr für die Familie lassen. Zusätzlich kann der Abschluss von Versicherungen, die Risiken wie eine Berufsunfähigkeit, Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit vermindern.

Eine derartige Versicherung eignet sich vornehmlich für Personen, die nur über wenige finanzielle Mittel verfügen und Zusatzversicherungen abschließen wollen. Letzteres ist bei einer Risikolebensversicherung im Normalfall nicht möglich.

Die Bauleistungsversicherung

Trotz des Namens sichert diese Versicherung nicht die frist- und sachgemäße Erstellung des Bauwerkes zu 100% ab. Gegen einen oder mehrere schwerwiegende Mängel am Bau bietet bislang noch kein Versicherer ein passendes Angebot an. Stattdessen sichert die Bauleistungsversicherung Schäden an der Baustelle ab, die das Projekt um Wochen verlängern sowie die kalkulierte Baufinanzierung unmöglich machen. Dazu zählen beispielsweise unvorhergesehene Diebstähle von Baumaterial oder bereits eingebaute Materialien, Konstruktions- und Materialfehler. Auch Zerstörungen von Bauleistungen durch höhere Gewalt oder unvorhergesehene auf dem Grundstück befindliche Altlasten fallen in den abgedeckten Risikobereich.

Neben dem schon erwähnten Baupfusch werden ebenfalls keine Schäden durch Witterungsbedingungen versichert. Zu Letzteren zählen zum Beispiel Frostschäden oder durch entwurzelte Bäume verursachte Aufräumarbeiten. Daraus folgt, dass Sie die vorgeschriebenen Sicherungsvorschriften einhalten müssen. Bei unsachgemäßer Lagerung des Baumaterials geht der Versicherungsschutz ansonsten verloren.

Das Vertragswerk bei Abschluss ist wie bei allen Versicherungen in einem gewissen Rahmen individuell gestaltbar. Generell lässt sich sagen, dass die Versicherung über die Laufzeit der Bauphase abgeschlossen wird und im Voraus einmalig bezahlt wird. In Ausnahmefällen, insbesondere bei großen Bauvorhaben, ist eine Ratenzahlung möglich. Weiterhin kann die Versicherungspolice auf die unterschiedlichen Parteien - Bauherren, Architekten und Bauunternehmen - verteilt werden. Zur Reduktion der Prämienhöhe ist eine erhöhte Eigenbeteiligung ebenfalls optional. Zur Ermittlung der Versicherungssumme wird der Wert der Bauleistung inklusive aller Baustoffe und Bauteile herangezogen. Die Versicherungsdauer umfasst den Zeitraum von Baubeginn bis zur Bezugsfertigkeit der Immobilie, ist aber auf maximal 2 Jahre begrenzt.

Die Feuer-Rohbauversicherung

Häufig beinhaltet die Wohngebäude-Versicherung eine Feuerversicherung für die Immobilie während der Bauphase. Da eine Versicherung gegenüber Brandschäden des Gewerkes Voraussetzung für die Kreditvergabe ist, muss diese im gegenteiligen Fall gesondert abgeschlossen werden. Zwar sind über diese Versicherung Schäden an dem Gebäude und Kosten für deren Beseitigung abgedeckt, aber Schäden durch Blitzeinschlag oder Explosionen sind davon ausgenommen. Zur Absicherung dieser Risiken muss im Bedarfsfall eine zusätzliche Klausel aufgenommen werden. Die Versicherung ist im Regelfall bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung gültig. Versicherer erkennen Gebäude dann als bezugsfertig an, wenn diese sachgemäß mit einem Dach, Wänden, Fenstern, Außentüren, sanitären und elektrischen Anlagen ausgestattet sind.

Tritt der Fall ein, dass das Bauunternehmen die Immobilie nicht fristgerecht erstellen konnte, gewährt der Bauversicherer für weitere 6 Monate eine Mitversicherung. Selbst nach diesem halben Jahr kann unter Umständen z.B. aufgrund einer Insolvenz des Bauunternehmens nur ein Rohbau vorhanden sein. Für diesen Fall sind viele Versicherungen kulant und übernehmen die Risikoabsicherung für ein weiteres halbes Jahr. Darüber hinaus kann in vielen Fällen eine Verlängerung für den Rohbau notwendig werden. Diese ist aber häufig mit keinen Mehrkosten verbunden, da die erste Prämie im Regelfall bereits vor Baubeginn erfolgen muss.